Klimawandel – ein Versuch…

Anfang April 2017 habe ich versucht, eine Stellungnahme des Verbandes Deutscher Schulgeographen zum Ausstieg des US-Präsidenten Trump aus dem Klimaabkommen zu initiieren. Erfolg: Der Versuch misslang, weil aus dem Geschäftsführenden Vorstand des VDSG Widerspruch eingelegt wurde. Der Eine glaubt nicht an den Klimawandel, der anderen geht alles zu schnell…

Hier der Text:

ENTWURF Schallhorn 2.4.2017
Verband Deutscher Schulgeographen e.V. (VDSG)
im April 2017

Aufkündigung des Klimaabkommens durch den Präsidenten der USA

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat Ende März 2017 das Klimaschutzgesetz der Regierung Obama aufgekündigt und bestimmt, zur Förderung und Verbrennung von Kohle zurückzukehren, um ehemalige Arbeitsplätze wiederzugewinnen. Er wendet sich damit gegen die internationalen Klimaabkommen seit Rio de Janeiro und zuletzt in Paris (COP21, 2015). Er missachtet die Ergebnisse geowissenschaftlicher Forschungen zugunsten einseitiger, vermeintlicher Vorteile für die USA, aber auf Kosten der Bewohner der Erde.

Statt den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu vermindern und damit die von fast der gesamten weltweiten Wissenschaft geforderte weitere Erderwärmung aufzuhalten, missachtet der Präsident der USA die mit Sicherheit vorausgesagten Folgen der weiteren Erwärmung der Erde für die Menschheit. Sorgen um die schwierigen Anpassungen der Lebensweise der Menschen an ungewohnte Klimate, die Bedrohungen des Lebensraumes küstennaher Bewohner, Gefährdungen durch Wassermangel bis zu kriegerischen Konflikten um diese lebenswichtige Ressource, damit regional zunehmende Dürre mit allen Folgen für die Versorgung von Milliarden von Menschen werden vom Präsidenten der USA zugleich bedenkenlos wie dumm beiseite gewischt.

Die Lehrerinnen und Lehrer für das Schulfach Geographie in Deutschland im Verband Deutscher Schulgeographen verurteilen das eigentlich unglaubliche, kurzsichtige, unseren Planeten Erde und seine Bewohner verachtende Petitum des Präsidenten der USA. Sie fühlen sich der jungen Generation verpflichtet und werden ihr weiterhin die Folgen klimaschädlichen Verhaltens unmissverständlich aufzeigen. Die Schulgeographinnen und Schulgeographen werden die Schülerinnen und Schüler mit aller Kraft im Rahmen ihrer Möglichkeiten entsprechend den Ergebnissen der geowissenschaftlichen Forschungen im Sinne von Nachhaltigkeit von dem erforderlichen, verantwortlichen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde zu überzeugen versuchen und sie zu dem entsprechenden Verhalten anhalten und auffordern.

Der Verband Deutscher Schulgeographen ruft den Präsidenten der USA dazu auf, den Einsichten der Welt-Community der Geo- und anderer Naturwissenschaftler zu folgen, seinen Glauben an die wenigen falschen Propheten unter ihnen aufzugeben und in den Schoß derer zurückzukehren, die den vom Menschen verursachten Klimawandel anerkennen, ihn für die heutige Welt als Bedrohung ansehen und deshalb sich verpflichtet fühlen mitzuhelfen, ihn zu vermindern und zu begrenzen. Wir rufen den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika dazu auf,  sich für das Gesamtwohl der Menschheit mit aller ihm zur Verfügung stehenden Autorität einzusetzen.

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