{"id":319,"date":"2018-03-26T22:41:48","date_gmt":"2018-03-26T21:41:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.geographischebildung.de\/wordpress\/?p=319"},"modified":"2021-05-30T20:06:53","modified_gmt":"2021-05-30T19:06:53","slug":"lehrplaene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geographischebildung.de\/?p=319","title":{"rendered":"Lehrpl\u00e4ne"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Lehrpl\u00e4ne\/Bildungspl\u00e4ne\/Curricula<br \/>\n<\/strong><\/em>Die Lehrpl\u00e4ne (oder Bildungspl\u00e4ne oder Curricula) der einzelnen Schulf\u00e4cher haben inzwischen f\u00fcr die Lekt\u00fcre durch Lehrkr\u00e4fte geradezu abschreckende Umf\u00e4nge erreicht. Wer soll das alles beachten und in wenigen Unterrichtsstunden unterrichten? Trauen die Bildungspolitiker besonders den Gymnasiallehrern &#8211; also vollakademisch ausgebildeten Geographielehrern\/innen &#8211; nicht mehr zu, ihr Fach angemessen zu unterrichten und die Lehrinhalte unter Ber\u00fccksichtigung des Fachganzen in den jeweiligen Klassenstufen auszuw\u00e4hlen? Keine Frage, dass etwa zwei Jahre vor der (eigentlich obsoleten)\u00a0 Abiturpr\u00fcfung die Inhalte an die zu erwartenden Anforderungen angeglichen werden m\u00fcssen. Der Fachlehrer und seine Fachkollegin wissen aber von Anfang an, was schlie\u00dflich beim Schulabschluss im Fach Geographie verlangt werden wird. Warum \u00fcberl\u00e4sst man dann den Unterricht in den unteren Klassen nicht der Verantwortung der Lehrenden? Erinnern wir uns &#8211; fr\u00fchere Lehrpl\u00e4ne hatten \u00fcbersichtlichen Umfang und \u00fcbersichtliche Inhalte wie methodische Vorgaben &#8211; hier beispielsweise der Lehrplan Erdkunde Baden-W\u00fcrttemberg 1957 &#8211; er kam mit vier Seiten aus<em>:<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.geographischebildung.de\/Lehrplan BAW 1957_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-213\" src=\"http:\/\/www.geographischebildung.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_2-300x238.jpg\" alt=\"\" width=\"259\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/www.geographischebildung.de\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_2-300x238.jpg 300w, https:\/\/www.geographischebildung.de\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_2-768x608.jpg 768w, https:\/\/www.geographischebildung.de\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_2-1024x811.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.geographischebildung.de\/Lehrplan BAW 1957_1.jpg\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-212\" src=\"http:\/\/www.geographischebildung.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_1-300x207.jpg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/www.geographischebildung.de\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_1-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.geographischebildung.de\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_1-768x531.jpg 768w, https:\/\/www.geographischebildung.de\/wp-content\/uploads\/Lehrplan-BAW-1957_1-1024x708.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gerhard Hard hat in seiner &#8222;Inhaltsanalyse geographidiedidaktischer Texte&#8220; aus dem Jahr 1978 die Lehrpl\u00e4ne von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien untersucht. Er hat die dort vorgefundenen Inhalte, Methoden, Ideen, Qualifikationen etc. des Erdkunde-\/Geographieunterrichts in einer umfangreichen &#8222;Schl\u00fcsselliste&#8220; zusammengetragen. Das Ergebnis ist verwirrend. Es scheint, dass es\u00a0 nichts f\u00fcr den Unterricht Bedeutsames\u00a0 gibt, was in der Geographiedidaktik nicht schon mal vorgeschlagen, aber meistens nicht weiter aufgegriffen oder nach heftiger Diskussion verworfen wurde. Das Bild vom Augias-Stall, in dem aufger\u00e4umt werden m\u00fcsste (wo ist der Herkules, der dies leisten k\u00f6nnte?) bietet sich an. Der schlichte, aber durchdachte &#8222;Grundlehrplan Geographie&#8220; &#8211; immerhin, aber auch nur ein &#8222;Vorschlag&#8220; des VDSG &#8211; aus dem Jahre 1998 (2. Auflage 2004) blieb in der Kultus- und Bildungsb\u00fcrokratie weitgehend unber\u00fccksichtigt, auch, weil dem Geographieunterricht die erforderlichen Unterrichtsstunden nicht zugestanden wurden. Aber auch die Geographiedidaktik hat sich nicht weiter mit ihm besch\u00e4ftigt. Bei aller Wertsch\u00e4tzung von Vielfalt: Warum k\u00f6nnen\/konnten sich Schulgeographen\/innen nicht auf ein gemeinsames Konzept f\u00fcr ihren Unterricht und darauf einigen, was Geographieunterricht als ihm Eigenes im Kanon der Schulf\u00e4cher unter Ber\u00fccksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen zu leisten vermag?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geographischebildung.de\/?p=6\"><em><strong>Mehr<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrpl\u00e4ne\/Bildungspl\u00e4ne\/Curricula Die Lehrpl\u00e4ne (oder Bildungspl\u00e4ne oder Curricula) der einzelnen Schulf\u00e4cher haben inzwischen f\u00fcr die Lekt\u00fcre durch Lehrkr\u00e4fte geradezu abschreckende Umf\u00e4nge erreicht. Wer soll das alles beachten und in wenigen Unterrichtsstunden unterrichten? 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